Migräne

Migräne

Prophylaxe ist möglich

     Bei der Migräne kommt es attackenweise zu heftigen, häufig einseitigen pulsierend-pochenden Kopfschmerzen. Migräne zählt laut Weltgesundheitsorganisation zu den 20 Leiden, die das tägliche Leben am meisten einschränken. Gegen die Schmerzen bei einem akuten Migräneanfall helfen oft schon normale Kopfschmerzmittel oder Mittel aus der Gruppe der sogenannten Triptane. Patienten, bei denen der Arzt eine Migräne diagnostiziert hat, können Präparate mit einzelnen dieser Wirkstoffe ohne Rezept in der Apotheke kaufen. Doch den Kopfschmerz-Attacken lässt sich vorbeugen.

     Eine vorbeugende Behandlung kommt bei Migränikern infrage, die mehr als 3 Migräne-Attacken im Monat erleiden und/oder bei denen eine Attacke mehr als 72 Stunden anhält. Eine Migräne-Prophylaxe ist auch dann vonnöten, wenn die Arzneien zur akuten Therapie nicht ausreichend wirken.

     Zur Prophylaxe stehen heutzutage bereits Arzneimittel wie etwa bestimmte Betablocker zur Verfügung.

     Zur Vorbeugung von episodischer und chronischer Migräne ist kürzlich eine neue Wirkstoffgruppe zugelassen worden. Die zurzeit in Erprobung befindlichen Antikörper-Präparate spritzt der Arzt in die Blutbahn. Die Antikörper richten sich gegen einen Botenstoff, dessen Blutspiegel bei Migräneattacken und dauerhafter Migräne erhöht ist. Dieses kleine Eiweiß wird im Bereich des Hirnstamms und aus bestimmten Nervenfaserenden freigesetzt. Es wirkt stark auf die Blutgefäße der Hirnhäute, indem es sie schmerzhaft erweitert und so Migräne-Attacken fördern kann.

     Und genau hier greifen die neuen Antikörper-Präparate ein: Sie binden entweder direkt den Botenstoff CGRP im Blut oder sie blockieren dessen Ankerplätze an den Wänden der Blutgefäße. Auf diese Weise könnte man Migräneattacken deutlich reduzieren oder auch vollständig verhindern.

     Zu den nicht-medikamentösen Maßnahmen gehören regelmäßiger Ausdauersport mindestens dreimal wöchentlich, ausreichend Schlaf, Stressabbau, wenigstens dreimal wöchentlich durchgeführte Entspannungsübungen oder Biofeedback-Verfahren.

                                      

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